OB Sierau: Die Zukunft unserer Stadt gehört in die Hände der Bürgerschaft
Dezember 4, 2009 by Klaus
Abgelegt unter Rückblicke
Im Sinne einer neuen politischen Kultur für unsere Stadt und im Sinne einer neuen Glaubwürdigkeit tritt Oberbürgermeister Ullrich Sierau rückhaltlos für eine Wiederholung aller drei Wahlen ein und empfiehlt dem Rat, den Weg dafür freizumachen. Damit steht fest, dass Oberbürgermeister Ullrich Sierau gegen ein entsprechendes Votum des Rates nicht klagen wird.
Persönlich teilt Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit:
„Die Bürgerinnen und Bürger sind wie ich das juristische Hickhack um die Rechtsgültigkeit der Wahl leid. Es darf deshalb keine weiteren juristischen Auseinandersetzungen geben.
Die Zukunft der Stadt gehört in die Hände der Bürgerschaft.
Wir sind in Dortmund angesichts der eingetretenen Situation aufgefordert, neue Maßstäbe in Sachen politischer Kultur zu setzen.
Sowohl im Wahlkampf als auch bei der Annahme der Wahl in das Amt des Oberbürgermeisters bin ich für Transparenz, Dialog, Offenheit und Bürgernähe eingetreten. Diesen Prinzipien fühle ich mich nach wie vor verpflichtet.
Für diesen Kurs stehen etwa die verwaltungsseitige Vorbereitung der Nachtragshaushaltssatzung, die Gespräche mit Eltern, Schülern und Leitungen von drei Dortmunder Grundschulen, sowie die 5 Dialogveranstaltungen mit rund 6.000 Beschäftigten der Stadtverwaltung im Konzerthaus.
Diesen eingeschlagenen Weg will und werde ich fortsetzen. Er stellt den von mir gewünschten Systemwechsel zu früheren Jahren dar. Hierfür bitte ich um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler.
Ich weiß, dass meine Rolle in der Haushaltsfrage in Teilen der Öffentlichkeit kritisch gesehen und bewertet wird. Der Gutachter Bäthge sieht hier keine Amtspflichtverletzung.
Der Gutachter Beckmann kommt zu der Aussage, das der damals amtierende OB spätestens nach dem 11.08.2009 über die Haushaltslage hätte informieren müssen (S. 34 des Gutachtens). Damit bestätigt er meine Sicht, die ich im Zusammenhang mit der Annahme der Wahl geäußert habe:
„Denn ich sage in aller Deutlichkeit: Ich hätte anders gehandelt. Wäre ich bereits am 11. August 2009 Oberbürgermeister diese Stadt gewesen, dann wäre ich dem Vorschlag der Kämmerei bzw. der Kämmerin gefolgt und hätte dem unmittelbaren Inkrafttreten einer Haushaltssperre und der Aufstellung einer Nachtragshaushaltssatzung zugestimmt.
Die Menschen in dieser Stadt können sehr gut mit der Wahrheit umgehen. Ich hätte auch unmittelbar den Kontakt zum Rat der Stadt Dortmund und zur Bezirksregierung Arnsberg hergestellt bzw. herstellen lassen, um endlich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen.”
(Erklärung vom 14.09.2009)
Hätte ich seinerzeit von den Sachverhalten Kenntnis gehabt hätte ich mich als amtierender Oberbürgermeister deutlich anders verhalten.
Ich habe bei verschiedenen Gelegenheiten immer deutlich gemacht: So etwas darf in dieser Stadt nie wieder passieren. Dafür stehe ich ein.
Ich setze auf die Unterstützung dieser Position bei der hoffentlich baldigen Wiederholungswahl für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund.



Sehr geehrter Herr Sierau,
ich bin froh, dass wir nun einen verantwortungsvollen Politiker an unserer Spitze haben. Ich finde, dass der Umgang mit dem Haushaltsloch von der wieder einmal unterlegenen Opposition und den Medien erheblich aufgebauscht wurde (ein bundespolitisches Vorbild herfür gab es unter Helmut Kohl, als der damalige Finanzminister Waigel kurz nach der Widerwahl ein erheblich größeres Haushaltsloch entdeckte und nichts geschah), aber der Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern gefällt mir bei Ihnen einfach sehr gut.
Ich hoffe und wünsche mir, dass die Dortmunder bei der Wahlwiederholung nicht auf plumpe Abwatschung setzen sondern vernünftig entscheiden. Ich werde es sicherlich tun
Mit freundlichen Grüßen
Martin Schlömer
Hallo Herr Sierau,
ihr Ehrgefühl in all Ehren, aber lenken Sie und die SPD mal die Aufmerksamkeit auf den politischen Gegner.
Der will Gestze ändern, um der Industrie (Eon) die Möglichkeit zu geben nicht korrekt genehmigtes Kraftwerk weiter bauen zu können.
Diese Rechtsbeugung im Nachhinein, sollte alle Bürger stärker betroffen machen, als eine verschuldete Kommune, die dieses Geld zum größten Teil Ihren Bürgern (Sozialhilfe, Schulen etc.) gibt.
Im Gegensatz dazu gibt unsere Bundesregierung den Banken und Konzernen Millarden. Leider war dies auch mit SPD Beteildigung bzw. Führerschaft geschen.
Sozial und christliche Grüße