Mitmischen für gute Bildung

März 31, 2010 by Klaus  
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BildungDGB und GEW fordern dazu auf, mitzumischen für eine gute und gerechte Bildung. Ulli Sierau nahm die Einladung der Gewerkschaft ins Eugen-Krautscheid-Haus gerne an. Grundlage für die Podiumsdiskussion waren die bildungspolitischen Forderungen der GEW aus dem Wahlkampf 2009. Jutta Reiter (DGB-Vorsitzende) und Volker Maibaum (GEW-Vorsitzender) begrüßten die Gäste. „Mein Ziel ist es, Dortmund zur Stadt der guten Bildung zu machen”, erklärt Ulli Sierau. Wie will er das erreichen?

1. Chancengerechtigkeit im Bildungssystem

Wir stehen unseren Kindern gegenüber in der Verpflichtung, ihnen ein selbstbestimmtes und sozial abgesichertes Leben zu ermöglichen. Hierzu ist Bildung der Schlüssel. Nicht erst seit PISA wissen wir aber: Viel zu viele junge Menschen bleiben in unserem gegliederten Schulsystem auf der Strecke. Nachweislich wird hier nach sozialer Herkunft aussortiert und damit der gesamte Lebensweg bestimmt.

Diese soziale Ungerechtigkeit will ich bekämpfen. Dazu brauchen wir auf kommunaler Ebene auch die Unterstützung des Landes. Aber ich sage deutlich: wir müssen auf kommunaler Ebene damit anfangen.
2. Regionale Bildungslandschaft stärken

Leitbild meiner bildungspolitischen Ansätze ist für mich die regionale Bildungslandschaft. Sie umfasst ein Gesamtsystem von Erziehung, Bildung und Betreuung vor Ort. Die regionale Bildungslandschaft zeichnet sich dadurch aus, dass Familien, Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Kultur, Sport und Wirtschaft auf der Basis verbindlicher Strukturen zusammenarbeiten.

Eltern und Familien werden dabei als zentrale Bildungspartner einbezogen. Ich will das Denken in Zuständigkeiten überwinden und stärker die Lebenszusammenhänge unserer Kinder, Jugendlichen und Bürgerinnen und Bürger in den Blick nehmen. Es geht nicht um das System, sondern um jeden Einzelnen. Wir dürfen niemanden zurücklassen.

3. Übergang Schule – Beruf

Der direkte Übergang von der Schule in Ausbildung und dann direkt in den Beruf ist für viele Jugendliche heute nicht mehr Realität. Die Zeitdauer, die Jugendliche und junge Erwachsene in Einrichtungen der Bildung und Berufsausbildung und diversen Zwischenstationen verbringen, verlängert sich leider stetig.

Daher haben wir das Projekt „Zeitgewinn” ins Leben gerufen. Zeitgewinn im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt bedeutet vor diesem Hintergrund, unproduktive Zeiten zu vermeiden, also Situationen und Phasen, in denen der Jugendliche oder junge Erwachsene keinen oder kaum Zuwachs an Kompetenzen gewinnt. Dies lässt sich nur in einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft aller Akteure im Übergang erreichen.

Wir müssen Jugendlichen eine Perspektive geben, für die es sich lohnt zu arbeiten und die sie motiviert sich zu engagieren. Wichtig für den Erfolg einer guten Bildungspolitik ist auch die Unterstützung der Landesregierung. Und da sage ich ganz klar: es ist wichtig, wer nach dem 09. Mai die Landesregierung stellt. Die SPD ist da nachweislich die bessere Wahl. Sie hat ein tragfähiges Gesamtkonzept, dass, anders als die Vorstellungen der CDU, die Ergebnisse der jüngeren Bildungsforschung nicht ignoriert.

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